Das waren die Entdeckertage 2020

Große Menschenansammlungen sind wegen der Corona-Pandemie nicht drin. Darunter leidet die Veranstaltungsbranche und versucht, sich ein bisschen neu zu erfinden. Und auch die EXTRA TIP-Entdeckertage 2020 bekamen natürlich die Auswirkungen der Pandemie zu spüren. Auftaktveranstaltungen wie 2018 mit der Münchner Freiheit oder wie im vergangenen Jahr mit der Partyband Blast waren 2020 wegen der Corona-Pandemie einfach nicht zu realisieren. Und so standen die Entdeckertage in diesem Jahr unter dem Motto: Klein, aber fein. Und genau das waren sie auch. Eben ein bisschen kleiner und dennoch gab es viel zu entdecken! Auf dieser Seite haben wir nur ein paar der Veranstaltungen zusammengetragen, die an den 13. EXTRA TIP-Entdeckertagen teilgenommen haben. Und wer weiß, vielleicht ist im nächsten Jahr, wenn Nordhessen wieder auf Entdeckertour geht, die Lage schon etwas entspannter, die Veranstaltungen schon wieder größer – wir bleiben positiv!

 

 

Fackelschein und Bergbaugeschichte

So langsam wurde das Tageslicht schwächer. Höchste Zeit, die Fackeln rauszuholen und in Richtung Silbersee zu wandern! Zu den Entdeckertagen bot Frielendorf aktiv e.V. eine Fackelwanderungen zum Silbersee. Dort angekommen, gab es eine Erläuterung zum Braunkohlebergbau in und um Frielendorf.
In wenigen hundert Metern wurde beim Aufstieg auf die ehemalige Kippe ein Höhenunterschied von fast 60 Metern überwunden. Das Ufer des Silbersees befindet sich auf etwa 254 Höhenmetern, das Plateau der ehemaligen Abraumhalde auf etwa 311 Höhenmetern.
Nach der kurzen Anstrengung bietet sich den Wanderfreunden ein herrlicher Ausblick über den Silbersee, das Feriendorf und die umliegenden Ortschaften.
Am Badestrand des Silbersees werden die noch brennenden Fackeln in den Sand gesteckt und in der besonderen Lichtstimmung wird noch eine spannende Gruselgeschichte erzählt.

 

 

 

Kaffee-Wissen und Jungtiere

Die Tasse Kaffee am Morgen – für viele ein lieb gewonnenes Ritual und wachrufender Genussmoment zugleich. Doch was ist das Geheimnis der Wunder-Bohne? In der Kaffeerösterei Kühn & Carter in der Kasseler Lilienthalstraße wurden Besucher im Rahmen der EXTRA TIP-Entdeckertage auf eine Reise durch die Welt des erstklassigen Kaffees genommen. Sie lernten den Charakter unterschiedlichster Sorten, Röstungen und Verfahren kennen und merkten schnell, was die leitende Philosophie des Unternehmens ist: Leidenschaft und jahrelange Erfahrung.

KW36 mit vielen Angeboten

Die Kasseler Museumsnacht konnte 2020 nicht wie üblich gefeiert werden. Als Alternative wurde ein neues Format entwickelt, das Lust macht Museum, Sammlungen und Ausstellungen zu besuchen: Die KW36 – Kasseler Woche der Museen, die auch am Entdeckerwochenende vielfältige Angebote bot. Im beliebtesten Kasseler Haus, dem Naturkundemuseum, hieß es zum Beispiel „Kinder führen Kinder – virtuell“: Mit dem eigenen Handy, ausgestattet mit einer Internetflatrate, ging es auf QR-Code-Suche im Naturkundemuseum. An fast 20 Stationen gab es spezielle Videos und Hörspiele zu entdecken – von Kindern für Kinder gemacht. Ein weiteres Angebot waren die „Tierkinder“-Führung zu vielen „Kindergeschichten“ in der neuen gleichnamigen Sonderausstellung des Naturkundemuseums. Es geht zu zahlreichen großen Inszenierungen, die ein Licht auf „Riesen-Wonneproppen“, aber auch auf die allerkleinsten Lebewesen werfen.

 

 

 

Spuren der Vergangenheit

Gut anderthalb Stunden tauchten die Besucher bei der Stolpersteinführung in Rotenburg in die Vergangenheit ein, als die Fuldastadt ein bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens in Nordosthessen war.
Dr. Heinrich Nuhn, Leiter des Jüdischen Museums in Rotenburg, berichtete detailliert über die Lebenswege und Schicksale der ehemaligen jüdischen Mitbürger, an die mit den Stolpersteinen erinnert wird. Mit Hilfe zahlreicher Fotos und Bilder wurden die Ereignisse greifbar und dieses dunkle Kapitel der Geschichte anschaulich vermittelt.

 

 

 

 

Den Bahnradweg erkundet

Im Rahmen unserer diesjährigen Entdecktage Nordhessen haben die beiden Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg und Armin Schwarz aus Waldeck-Frankenberg bei einer Radtour interessante Gespräche mit den Teilnehmern geführt.
Dass Radfahren immer beliebter wird, ist nicht neu. Mittlerweile steigen bereits die Erwartungshaltungen der Radfahrer an eine gute Infrastruktur, die Nachfragen nach interessante Strecken, gepflegten Rastplätzen sowie Möglichkeiten zur Einkehr.
Als positives Beispiel diente dabei der Bahnradweg im Kreis Waldeck-Frankenberg von Edertal-Buhlen bis nach Korbach. Diesen erkundeten Claudia Ravensburg und Armin Schwarz aus beiden Richtungen. Gestartet wurde in Bad Wildungen und Korbach, um sich anschließend am gemeinsamen Ziel im Biergarten des Pfannkuchenhauses in Netze zu treffen.

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